Ackerbau

Der Ackerbau ist durch unsere Lage im Oberrheingraben geprägt von wärmeliebenden Kulturen. Hierbei besonders dem Körnermais, welcher im Vergleich zu Deutschland nur in unserer Region so gut gedeiht, dass man das Korn als Ernteprodukt ernten kann. Diese Kultur ist recht einfach in der Führung und ein Garant für ein stabiles Einkommen. Er ist zu unrecht in der Kritik was die Umweltaspekte betrifft.

Die Vorteile liegen für uns Landwirte in der recht einfachen Kulturführung. Er benötigt nach der Saat lediglich eine Anwendung mit einem Herbizid um die Unkräuter zu unterdrücken. Ein Schädling der Maiszünsler, wird über ein biotechnisches Verfahren, den so genannten Trichogramma bekämpft. Dies sind Schlupfwespen die durch eine Drohne über den Maisäckern verstreut werden, welche dann die natürlichen Gegenspieler des Maiszünsler sind. Danach kann man ihm beruhigt bis zur Ernte beim Wachsen zusehen. Bei der Ernte wird nur ein geringer Anteil der Pflanze, also die Körner, von den Äckern entfernt und die restlichen Pflanzenteile verrotten und werden zu wertvollem Humus. In diesem Umfang Humus zu produzieren kann keine andere Ackerbaukultur. Über die Sommerzeit „filtert“ ein Hektar Mais genauso viel Luft und wird zum Sauerstoffspender, vergleichbar wie ein Hektar Wald.

Die bei uns noch recht neue Kultur ist die Sojabohne. Seit Jahren bauen wir  diese zum Erfahrung sammeln an, und seit 2016 in größerem Umfang. Wie der Mais, wächst sie nur in unserer wärmebegünstigten Region so gut dass man das Korn auch ernten kann.

 

Um von genveränderten Sojaimporten unabhängiger zu werden hat man die Chance gesehen, diese Kultur auch bei uns zu etablieren. Sie ist nicht mit vergleichbar geringem Aufwand wie der Körnermais zu führen, jedoch hat man durch Versuche und Netzwerke in den letzten Jahren einige Erkenntnisse gesammelt, welche ich für meinen Betrieb nutzen kann. Eine tolle Kultur die wenig Düngung benötigt und so ganz anders ist wie der Körnermais.

Des weiteren nutzen wir die Möglichkeit, der von der EU ausgerufenen Förderung für das Anlegen von blühenden Äckern. Zugegeben würden wir dies ohne diese Förderung nicht tun, der Nutzen für uns liegt aber in der Tatsache, dass wir  weniger gute Böden mit diesen Blühpflanzen einsäen können und somit aus diesen weniger guten Standorten noch ein Einkommen haben.


DER SPARGEL - EIN KÖNIGLICHES GEMÜSE

Spargel zählt flächenmäßig betrachtet zu der kleinsten angebauten Kultur was den Aufwand betrifft aber zu der fordernsten, da fast täglich die selben Flächen zur Ernte begangen werden.

 

Der Verkauf findet zum größten Teil direkt an den Endverbraucher an unseren Spargelständen statt.

 


2007 haben wir den ersten Acker angelegt. Der Anstoß dazu war, dass wir unsere vorhandene Weinbautechnik auch im Spargel einsetzen können und somit diese Investitionen nicht tätigen müssen.

Was die Aufbereitung der Spargelstangen und die Vermarktung über unsere Verkaufsstände betraf, so mussten wir sozusagen Schritt für Schritt lernen bzw. wir  mussten uns das Wissen über Verkauf, Kunden und Kulturführung erst erarbeiten. Heute hat die „Spargelzeit“ einen festen Platz im Jahreskalender unseres Betriebes.

Auch hier gilt wie im Weinbau, dass wir viele Aspekte des ökologischen Anbaus übernommen haben, wie:

 

Blattdünger aus pflanzlichem und tierischem Ursprung um Mangelerscheinungen durch Wetterextreme abzufedern,

Pflanzenschutzmittel wie Backpulver und Kupferpräparate, um Pilzkrankheiten zu bekämpfen. Verzicht auf Insektizide um den Haushalt an Nutz- und Schädlingen nicht zu stören, wenn möglich Einsaaten um Erosion zu vermeiden und Bodenfruchtbarkeit zu fördern.

Mit dem Vorsatz: „so viel wie notwendig, aber so wenig wie möglich“ können wir im Bedarfsfall unsere Ernte und den  Lebensunterhalt damit sichern. Eine beruhigende und wertvolle Tatsache.